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Ein Bild. Eine Geschichte.

  • Autorenbild: Stela Grützmann
    Stela Grützmann
  • 14. Juni
  • 2 Min. Lesezeit

Wüstentiere

Manchmal verbirgt ein Bild mehr, als auf den ersten Blick sichtbar ist. Bei diesem Werk sogar wortwörtlich.

Was heute in kräftigen Farben leuchtet, war ursprünglich ganz anders. Die erste Version des unten zu sehenden Bildes entstand mit deutlich sanfteren Farbtönen und einer zurückhaltenderen Stimmung. Doch während ich daran arbeitete, spürte ich, dass das Bild noch nicht seine Kraft entfaltet hatte, die leuchtende Energie fehlte.


Also begann ich erneut und zwar direkt auf der bereits bemalten Leinwand. Die erste Fassung verschwand unter neuen Farbschichten und lebt heute verborgen unter dem Bild weiter, wie eine Erinnerung, die Teil der Geschichte bleibt.


Zu sehen sind drei fantastische, etwas knochige Wüstenwesen, die sich entlang eines verwunschenen Baumes hangeln. Sie scheinen auf einer Reise zu sein, neugierig, aufmerksam und voller Leben, als wenn sie Freude über ihr dasein entfinden. Über ihnen breitet sich der Himmel eines Sonnenuntergangs aus, während eine weitere große Pflanze nach ihnen zu greifen scheint.

Ob sie die Wesen beschützen, begleiten oder vielleicht selbst Teil ihrer Reise werden möchte, bleibt der eigenen Fantasie überlassen.


Mich fasziniert an diesem Bild besonders die Vorstellung, dass in der Natur alles miteinander verbunden ist. Selbst in einer unwirklichen Umgebung entstehen Begegnungen, Beziehungen und Geschichten. Die Wüstenwesen wirken auf den ersten Blick fremd, doch vielleicht sind sie uns ähnlicher, als wir glauben:

Auch wir bewegen uns manches Mal durch unbekannte fremde Gegenden, folgen unserer Intuition und begegnen dabei Neuem, das unsere Reise beeinflussen kann...

Vielleicht erzählt dieses Bild deshalb nicht nur von einer fantastischen Wüste. Vielleicht erzählt es auch von Veränderung. Von dem Mut, etwas neu zu beginnen. Und davon, dass manchmal erst die zweite Version einer Idee ihre wahre Kraft entfaltet.

Ihre Estla



 
 
 

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